Jenes mit Vorfreude erwartete Konzert, das die drei Alberschwender Chöre am 21. Oktober gemeinsam gaben, wurde ein voller Erfolg. So war die Pfarrkirche bis auf den allerletzten Platz gefüllt, womit die Spendeneinnahmen zugunsten des Hilfsprojekts smile4 Madagaskar alle Erwartungen übertrafen. Ganz besonders aber überzeugte das beeindruckende musikalische Niveau der Darbietungen, die das Publikum in seinen Bann zogen und zu regelrechten Begeisterungsstürmen hinrissen.

Auch den Mitwirkenden, mehr als einhundert Sänger- und MusikerInnen, war die Freude sichtlich anzumerken, als sie nach einem halben Jahr intensiver Vorbereitung endlich loslegen konnten. Nach einer heiteren Mozart-Kirchensonate, mit Esprit vorgetragen vom 12-köpfigen Orchester, das sich hauptsächlich aus jungen MusikerInnen aus dem Bregenzerwald zusammensetzte, eröffnete der CHÖRIG-Frauenchor unter der Leitung von Regine Sohm mit drei berührend vorgetragenen Liedern den vokalen Reigen. Danach stellten sich der Chor St. Martin (Leitung: Mathias Wachter) und der
LIEDERmännerChor (Paul Burtscher) mit je drei geistlichen Chorwerken dem begeisterten Publikum vor.

Schließlich formierten sich die drei Chöre zu einem einzigen gigantischen Klangkörper, um sich ganz der Musik W.A. Mozarts zu widmen. Dazu gesellte sich mit Birgit Giselbrecht-Plankel, Ingrid Held, Stefan Rüf und Paul Burtscher ein wunderbares Solistenquartett, um die Missa brevis in D (KV 194), ein mitreißendes Jugendwerk Mozarts, zum Erklingen zu bringen. Dirigent Mathias Wachter vermochte bei den bestens vorbereiteten Mitwirkenden jenen Funken zu entfachen, den man jeder Aufführung, wo inspirierte Menschen zusammentreffen, um gemeinsam Großes entstehen zu lassen, nur wünschen kann. Mit den kirchenmusikalischen Mozart-Klassikern „Ave verum corpus“ und „Laudate Dominum“, Letzteres brillant vorgetragen von der Sopranistin Birgit Giselbrecht-Plankel, erfuhr diese musikalische Sternstunde zugunsten des medizinischen Hilfsprojektes smile4 health eine harmonische programmatische Abrundung. Die großartige Leistung der Ausführenden wurde vom begeisterten Publikum mit großem Beifall und wohlverdienten stehende Ovationen gewürdigt.


Foto: Armin Nussbaumer

Für einen ganz besonderen Augenblick sorgte Stefan Krobath, der selbst schon mit dem smile4 health-Team als ORF-Reporter in Madagaskar gewesen war, indem er nun als einfühlsamer Konzertmoderator dem zwei Tage zuvor nach Afrika aufgebrochenen smile4-Team eine sehr berührende Grußbotschaft aus der Alberschwender Kirche übermittelte. Spontan spendeten mehr als 1100 Anwesende einen langen tosenden Applaus als Zeichen der Hochachtung vor dem bewundernswerten ehrenamtlichen Engagement des smile4-Teams rundum die Bregenzerwälder Mediziner Dr. Ingo Plötzeneder und Dr. Martin Dorner. In Zeiten des Internets ist es also möglich, Mozarts herrliche Musik in 10.000 Kilometern Entfernung im OP eines madagassischen Krankenhauses erklingen zu lassen – Grußbotschaft inklusive…

Viele strahlende Gesichter fanden sich nach dem Konzert noch im Hermann-Gmeiner-Saal ein, wo die Kulturmeile Alberschwende allerlei Köstlichkeiten vorbereitet hatte und smile4-Obmann Mag. Gebhard Fitz mit spannenden Informationen, Bildern und Filmen rundum die wohltätige Organisation sowie mit einer Videogrußbotschaft aus dem Krankenhaus in Toliara (Südwest-Madagaskar) aufwartete.

Dass da zu später Stunde noch fröhlich gemeinsam geträllert wurde, versteht sich von selbst, und so fand dieser von den drei Chören mit umsichtiger Unterstützung von Johannes Köb perfekt organisierte und emotional sehr berührende Abend schließlich seinen würdigen Ausklang. Dem Kulturinteresse und der Spendenbereitschaft von mehr als 1000 Konzertgästen und dem Engagement von über 100 Mitwirkenden ist es zu verdanken, dass dieser unvergessliche Abend in Alberschwende nicht nur pures Gänsehaut-Feeling zu bieten hatte, sondern auch noch den bemerkenswerten Reinerlös einer fünfstelligen Eurosumme einbrachte, welche zur Gänze dem renommierten medizinischen Hilfsprojekt zum Wohle vieler notleidender Menschen in einem der ärmsten Länder der Welt zugutekommt. Singen verbindet. Mozart verbindet. Helfen verbindet. Ein Dank an alle, die dieses so besondere Ereignis Wirklichkeit werden haben lassen!

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