Die Umsetzung: Einfügen in gegebene Strukturen

//Die Umsetzung: Einfügen in gegebene Strukturen
Die Umsetzung: Einfügen in gegebene Strukturen2016-06-20T21:12:18+00:00

Die Umsetzung: Einfügen in gegebene Strukturen

Dieses Projekt leitet sich direkt von der „Interplast-Idee“ ab: Unentgeltliche plastisch-chirurgische Operationen in Entwicklungsländern. Initiiert wurde das Projekt von Ingo Plötzeneder und Volkhart Krekel, beides Fachärzte für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie.

Wen und was operieren wir?
Menschen die unter Erkrankungen leiden, die in das Fachgebiet der plastischen Chirurgie fallen. Das sind hauptsächlich: Gesichtsfehlbildungen, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Handfehlbildungen, schwere Verbrennungsnarben, Weichteiltumoren v.a. am Kopf und Hals, Defekte nach Verletzungen durch Unfälle, Bisse, Schüsse usw.

Seit 2010 organisiert und koordiniert Smile4 Madagaskar einen humanitären Einsatz pro Jahr unter der Leitung von Ingo Plötzeneder und Volkhart Krekel. In Madagaskar werden die Einsätze von unserem jahrelangen Vertrauten Joseph Rajaonarivelo vorbereitet und begleitet. Finanziert werden die Einsätze von Smile4 Madagaskar (Gruppe Plötzeneder) und Pro-Interplast Seligenstadt (Gruppe Krekel).

Spenden Sie jetzt, damit der Einsatz auch heuer wieder stattfinden kann!

Wo operieren wir?
Einsatzort ist ein öffentliches Krankenhaus in Tulear im Süden Madagaskars (diese Region ist die ärmste des Landes). Bei Bedarf besuchen wir auch ein Krankenhaus im Landesinneren des Südens, das Krankenhaus Zoara in Fotadrevo. Dabei kooperieren wir mit dem deutschen Verein Ärzte für Madagaskar e.V.
2013 und 2014 besuchten wir (Gruppe Plötzeneder) zusätzlich das öffentliche Krankenhaus in Tamtatave, eine Stadt an der Ostküste Madagaskars.

70 bis 180 Operationen pro Einsatz
Die Zahlen sind abhängig von der Teamgröße und -zusammenstellung. Dabei halten sich die Eingriffe in Vollnarkose und die Eingriffe in örtlicher Betäubung etwa die Waage.

Von Anfang an bis heute dabei – unser exzellentes Anästhesieteam: Martin Dorner, Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin, Markus Bitsche, diplomierter Anästhesiepfleger.
Alle weiteren Teammitglieder und ihre Einsatzjahre sind hier nachzulesen.

Einfühlsames Einfügen in gegebene Strukturen
Zusammenarbeit mit einheimischen Kollegen und einfühlsames Einfügen in gegebene Strukturen sind unser höchstes Anliegen. Alles, was wir machen, wird nur im Einverständnis und unter Einbindung der Kollegen vor Ort getan. Alle Ärzte, die einen Einsatz begleiten, werden Mitglieder der madagassischen Ärztekammer. Regionale Politiker werden in die Organisation eingebunden und Bedarfserhebungen durchgeführt.

Know-How-Transfer: Madagassische Ärzte führen Arbeit fort
Das ist zugleich unser größtes Ziel und de facto die schwierigste Herausforderung.

In Madagaskar gibt es keine Facharztausbildung wie z.B. bei uns in Österreich oder Deutschland. Solche Ausbildungen sind für Madagassen nur im Ausland möglich. Nur wenige Ärzte kriegen die Möglichkeit eine solche Ausbildung zu absolvieren. Wenn doch steht ihnen die Welt mehr oder weniger offen und nur einige dieser Ärzte kehren wieder ins eigene Land zurück. Dem zu Folge gibt es auch kaum gut ausgebildete Anästhesisten.

Die Professionalität unserer Einsätze setzt sich einerseits aus der hohen Qualifikation unserer Teammitglieder und anderseits aus dem mitgebrachten modernen, funktionierendem Equipment zusammen. Außerdem können wir bei Verbrauchsmaterialien aus dem Vollen schöpfen. Nach unserer Abreise fehlt es den Ärzten wieder an beidem: Qualifikation und Material.

Unsere derzeitige Lösung: Im öffentlichen Krankenhaus von Tulear führen wir zwei vollständige OP-Teams zusammen. Eine Gruppe sorgt für einen hohen Durchlauf (möglichst vielen Menschen helfen), die zweite Gruppe widmet sich der Lehre und Ausbildung der Kollegen und Schwestern vor Ort. Dabei werden zwei Kollegen in plastischer Chirurgie, ein Anästhesist und ein Anästhesiepfleger ausgebildet.

Wir versuchen soweit möglich das dortige Equipment und dort übliche Medikamente zu verwenden. Materialien wie Verbände, Kompressen, chirurgische Fäden, Medikamente, die am Ende des Einsatzes übrigbleiben, werden an das Krankenhaus gespendet.

Ziel ist es auch, eine bestimmte Anzahl an Operationen pro Jahr zu finanzieren, die die madagassischen Ärzte dann selbst durchführen.

Mittel- bis Langfristiges Ziel: OP-Einrichtung verbessern (OP-Liegen, Instrumentier-Tische, OP-Hocker, Elektrokauter, Instrumente, Sterilisation)

Wie können Sie helfen?

1. Mit Ihrer Spende für das medizinische Projekt kann ein Team von Ärzten nach Madagaskar reisen und dort zwei Wochen lang operieren.

2. Lesen Sie hier, wie Sie sonst noch helfen können!